Wie alles begann – mein Weg zur Autorin
Schon immer, bereits in meiner frühen Kindheit, war es mein Traum, Geschichten zu Papier zu bringen.
Ich lernte sehr früh lesen und schreiben. Während ich es mit gesprochenen Worten nicht so hatte und mich damals vermutlich einige Menschen für stumm hielten, waren es die geschriebenen Zeilen, die mich faszinierten.
Konnte man den Menschen doch etwas erzählen, ohne selbst sprechen zu müssen. Man konnte sie mit seinen Geschichten zum Lachen bringen, berühren oder zum Nachdenken anregen, ohne dass sie überhaupt wussten, wer hinter diesen Worten steckte.
Es war völlig egal, ob man mir eine Bildergeschichte, ein Stichwort oder irgendeinen Fachbegriff vor die Nase hielt – ich schrieb etwas dazu. Schon damals veröffentlichte ich meine ersten Kurzgeschichten in Kinderzeitschriften.
Für mich stand deshalb eines fest: Ich würde Schriftstellerin werden.
Doch dann passierte etwas, das ich in meiner Lebensplanung nicht vorgesehen hatte: Ich wurde erwachsen. Und funktionierte.
Während mein Deutschlehrer und meine innere Stimme förmlich schrien: „Du musst schreiben!“, erklärte mir mein Umfeld, dass Schriftstellerei kein richtiger Beruf sei und ich lieber etwas Gescheites machen sollte.
Also tat ich genau das.
Ich arbeitete fast mein gesamtes Berufsleben in der Logistik, ging meiner Arbeit nach, erfüllte meine Pflichten und wurde dabei, besonders in den letzten Jahren, immer unglücklicher.
Der Traum vom Schreiben war allerdings nie verschwunden. Er hatte sich lediglich irgendwo zwischen Arbeitsalltag, Verpflichtungen und Vernunft versteckt.
Und irgendwann, mit der Unterstützung meines Mannes und meines Sohnes, traute ich mich endlich.
Ich setzte mich hin und schrieb meinen ersten Roman:
„Neues Ich – ab Montag!“
Und plötzlich war er wieder da. Dieser Traum, den ich schon als kleines Mädchen hatte.
Nur dass ich inzwischen erwachsen war. Sehr erwachsen sogar.
Aber offensichtlich noch lange nicht zu alt, um endlich das zu tun, was ich schon immer tun wollte.
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